Den Vorwärtsgang gescheut

Die Saerbecker erwischen gegen den SC Hörstel nicht ihren stärksten Tag. Geschlagen geben müssen sie sich gegen den Tabellenachten dennoch nicht. Wenig Drang nach vorne entwickelte am Sonntag der SC Falke. Hier schaut Niclas Musies dem Ball hinterher.

Wenig Drang nach vorne entwickelte am Sonntag der SC Falke. Hier schaut Niclas Musies dem Ball hinterher. Foto: th

Franjo Wienke ist niemand, der lange um den heißen Brei redet. Auch am Sonntag blieb sich Saerbecks Trainer treu, als er nach dem 1:1 gegen den SC Hörstel feststellte: „Das war ein schmeichelhafter Punkt.“ Schmeichelhaft deswegen, weil seine Mannschaft 45 Minuten lang ihre liebe Mühe hatte, die Gäste vom eigenen Tor fern zu halten. Am Ende glückte dieses Unterfangen, weil Hörstel trotz deutlicher Überlegenheit vor dem Tor zu wenig Gefahr entwickelte.

Im Duell des Dritten (Saerbeck) gegen den Achten (Hörstel) blieben Torchancen auf beiden Seiten Mangelware. Die Saerbecker tauchten genau genommen zweimal ernsthaft vor dem Tor der Hörsteler auf. Zunächst sorgte Dennis Teupen in der 15. Minute für einen Auftakt nach Maß. Sein Treffer zum 1:0 leitete zugleich die stärkste Phase der Gastgeber ein, die anschließend durch Marco Schubert das Ergebnis in die Höhe hätten schrauben können. Doch Saerbecks Spitze vergab die Möglichkeit, die zugleich die letzte nennenswerte in diesem Spiel sein sollte.

Stattdessen verschaffte sich der SC Hörstel die Oberhand über Ball und Spielfeld. Tormöglichkeiten blieben gegen die zumeist sattelfeste Saerbecker Hintermannschaft jedoch Mangelware. Erst ein Freistoß in der Nachspielzeit der ersten Hälfte brachte Gefahr. Arben Gashis platzierter Schuss aus satten 20 Metern landete punktgenau im langen Eck. Zum Leidwesen von Falke-Schlussmann Kevin Schiemanz, der dem Ball nur hinterherschauen konnte.

Wer danach auf einen offenen Schlagabtausch gehofft hatte, wurde enttäuscht. Während der SC Hörstel Anstalten machte, ein weiteres Tor zu erzielen, beschränkten sich die Gastgeber darauf, den Gegner vom eigenen Tor fern zu halten. Einige brenzlige Situationen, Marco Schuberts Notbremse, der dafür folgerichtig Rot sah, und viel Gedränge vor dem Saerbecker Strafraum: Mehr bot die zweite Hälfte nicht mehr. Die Folge: Es blieb beim Remis, das Falkes Trainer mit einer großen Portion Gleichmut hinnahm: „Mit diesem Punkt müssen und können wir leben.“

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