Vizemeisterschaft als Trostpreis

Mit ihrem Siebenmeter-Tor rüttelte Annina Joanning ihr Team noch einmal wach – der Rückstand aber war schon zu groß.

Mit ihrem Siebenmeter-Tor rüttelte Annina Joanning ihr Team noch einmal wach – der Rückstand aber war schon zu groß. Foto: Heidrun Riese

„Darup scheint uns nicht so zu liegen“, resümierte Linda Steltenkamp nach der 18:20 (8:11)-Niederlage, mit der ihre Kreisliga-Handballerinnen des SC Falke Saerbeck am Sonntagabend vor eigenem Publikum die Saison beendeten. „Es sollte wohl nicht sein“, überlegte die scheidende Trainerin, die sich lieber mit einem Sieg aus der Klimakommune verabschiedet hätte. Sie war überzeugt: „Es wäre sicherlich mehr drin gewesen.“

Das Problem war, dass die Falke-Frauen nicht konstant genug spielten. Bessere wechselten sich mit schlechteren Phasen ab. Im Angriff erarbeiteten sich die Saerbeckerinnen gute Chancen, leisteten sich aber immer wieder Fehlwürfe. „Teilweise war auch Pech dabei“, betonte Steltenkamp. In der Abwehr war der Tabellenzweite zwischenzeitlich zu passiv, so dass die Borussinnen aus dem Nottulner Ortsteil manchmal freie Schussbahn aus dem Rückraum hatten. „Wir waren in der Deckung nicht immer konsequent genug“, stellte die Trainerin fest. Und am Ende reichte es dann eben nicht.

Von 2:4 (9.) kämpften sich die Falke-Frauen zunächst auf 4:5 heran (10.), um anschließend wieder auf 4:9 zurückzufallen (18.). In ihrer bis dahin stärksten Phase holten sie durch vier Treffer in Folge zum 8:9 auf (25.), fielen dann jedoch wieder in ein Loch. In den letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit warfen die Saerbeckerinnen kein einziges Tor mehr und gingen schließlich mit einem 8:11-Rückstand in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel wollte der Tabellenzweite möglichst schnell wieder herankommen. Das gelang auch mit einer Drei-Tore-Serie, die Jessica Nienaber mit einem Siebenmeter zum 13:13-Ausgleich vollendete (40.). Dass sich Jessica Jochmaring zwischenzeitlich bei einer Angriffsaktion am Fuß verletzte und das Spielfeld verlassen musste, brachte die Falke-Frauen glücklicherweise nicht aus dem Konzept. Doch kaum hatten sie gleichgezogen, hakte es auch schon wieder im Angriff der Saerbeckerinnen. Fast elf Minuten dauerte die Torflaute, in der sogar zwei Strafwürfe daneben gingen. Annina Joanning brach mit ihrem Siebenmeter zum 14:18 endlich den Bann (51.). Fünf Minuten vor Schluss lagen die Falke-Frauen aber immer noch mit fünf Toren hinten. Die kämpferisch starken Gastgeberinnen legten noch einmal drei Tore in Folge nach - als Vanessa Krude per Tempogegenstoß auf 18:20 verkürzte, war die Zeit allerdings schon so gut wie abgelaufen (59.). Dass die letzte Chance der Gastgeberinnen an den Pfosten ging, tat da auch nicht mehr weh. Das eine Tor hätte die einzige Heimniederlage in dieser Saison nicht mehr verhindern können.

Falke-Frauen: Wickenbrock, Menebröcker - Nienaber (4/3), Möllerherm (3), Hilbert (3), Joanning (3/1), Plogmaker (2), Frerking (1), Krude (1), Dahlmann (1), Bringemeier, J. Jochmaring, Borgert, Grüter.

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