Undankbarer Gegner: Falke Saerbeck müht sich beim Tabellenletzten Burgsteinfurt

Dass das Schlusslicht schnell mal zum Stolperstein für den Spitzenreiter werden kann, damit machten die Kreisliga-Handballerinnen des SC Falke am Sonntagabend ihre Erfahrung. Als die anfänglichen Schwierigkeiten im Heimspiel gegen die Reserve des TB Burgsteinfurt jedoch überwunden waren, gab es für die Saerbeckerinnen kein Halten mehr - und am Ende einen verdienten 27:19 (12:10)-Erfolg.

Gegen das Tabellenschlusslicht brauchte es energischen körperlichen Einsatz – wie hier durch Annina Joanning (Mitte).

Gegen das Tabellenschlusslicht brauchte es energischen körperlichen Einsatz – wie hier durch Annina Joanning (Mitte). Foto: Heidrun Riese

„Es ist schwer, gegen eine Mannschaft zu spielen, die auf den ersten Sieg aus ist“, betonte Co-Trainerin Eva Schmedding. Sie nahm es ihren Schützlingen nicht übel, dass sie einige Zeit brauchten, um ins Spiel zu finden. „Anfangs waren wir in der Abwehr zu langsam und im Angriff zu nervös“, fasste Schmedding die Schwächen der ersten Halbzeit zusammen.

Die Falke-Frauen strahlten zunächst kaum Torgefahr aus, folglich war der erste Treffer in dieser Begegnung ein von Jessica Nienaber verwandelter Siebenmeter (1:0, 5.). Als die Saerbeckerinnen ihre Führung über 3:1 (8.) auf 5:2 (10.) ausbauten, schien der Bann schon fast gebrochen – er war es aber nicht. Sieben Minuten lang blieb das Wurfglück aus, dafür setzte es von den kämpferisch starken Gästen fünf Gegentreffer zum 5:7 (17.). Der Tabellenführer lief also nun einem Rückstand hinterher, den er erst durch Anna Lena Bringemeier und ihren beherzten Durchbruch in der Rückraummitte zum 9:9 aufholte (22.). Eva Möllerherm hatte gerade aus der zweiten Reihe zum 10:10 getroffen (24.), da nahm der gegnerische Trainer eine Auszeit. Schmedding nutzte die Gelegenheit, um ihren Saerbeckerinnen noch einmal Mut zuzusprechen. „Ich habe den Mädels gesagt, dass wir mit einer Führung in die Pause gehen wollen“, berichtete die Co-Trainerin später. Und so geschah es dann auch: Eva Möllerherm besorgte per Tempogegenstoß das 11:10 (26.), nach Ablauf der Spielzeit versenkte sie noch einen Freiwurf mit einer schönen Bogenlampe zum 12:10 direkt im TB-Netz (30.).

Nach der Pause behielten die Falke-Frauen die Nase weiterhin vorne - anfangs jedoch nur knapp, weil dem Angriff noch ein wenig der Biss fehlte. Der nahm mit dem 15:13 durch Eva Möllerherm aus der zweiten Reihe (39.) dann ordentlich an Fahrt auf. Auch in der Deckung leisteten die Saerbeckerinnen nun ganze Arbeit. „Als unsere Abwehr stand, wurde auch unsere Torhüterin Kerstin Wickenbrock immer stärker“, freute sich Schmedding. Beide zusammen hielten den Falke-Kasten eine Viertelstunde lang sauber. Daraus ergab sich eine sensationelle Serie, die Johanna Dahlmann mit einem schönen Wurf aus dem Rückraum zum 23:13 vollendete (42.). Obwohl die Saerbeckerinnen durchwechselten, brannte am Ende nichts mehr an. Im Gegenteil: Die Nachwuchsspielerinnen nutzten die Gelegenheit und zeigten, was in ihnen steckt.

Schmedding freute sich vor allem über die geschlossene Teamleistung. „Es wird nicht nur auf dem Feld, sondern auch auf der Bank gearbeitet“, betonte sie und verwies auf die Anfeuerungsrufe. „Toll war auch, dass die Spielerinnen immer nach vorne geguckt und füreinander gekämpft haben.“

Falke-Frauen: Wickenbrock - Nienaber (9/7), Möllerherm (7), Bringemeier (3), Plogmaker (3), Dahlmann (2), J. Jochmaring (1), Joanning (1), Grüter (1), Borgert, Krude, L. Jochmaring, Frerking.

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