„Zeit, dass es los geht“

Nach zwei turbulenten Jahren, die mit dem Abstieg aus der Landes- bzw. Bezirksliga endeten, soll es für die Falke-Handballerinnen nun endlich wieder aufwärts gehen. Linda Steltenkamp und ihre Schützlinge streben den direkten Wiederaufstieg an. „Das ist absolut das Ziel“, betont die Trainerin, die angesichts der Ausgangslage guten Mutes ist.

Handball Damen 1. Saiason 16 17

Mit neu gewonnenem Selbstbewusstsein wollen die Falke-Frauen den Wiederaufstief schaffen.

Der Kader ist nämlich wesentlich besser bestückt als vor der Sommerpause, auch an Selbstvertrauen konnten die Saerbeckerinnen während der Vorbereitungszeit gewinnen. Die Sache hat allerdings einen Haken: Den ersten Tabellenplatz zu holen, reicht nicht für den Aufstieg. Weil die Bezirksligen der Handballkreise Münster und Euregio zur Saison 2017/2018 zusammengelegt werden, müssen sich die beiden Kreismeister nach dem letzten Spieltag noch in einer Relegation beweisen. Darüber macht sich Steltenkamp, die weiterhin von Eva Schmedding als Co-Trainerin unterstützt wird, aber noch nicht allzu viele Gedanken. Gilt es doch zunächst, einen guten Start ins neue Handballjahr zu erwischen. „Gerade die ersten Spiele sind wichtig“, unterstreicht sie. „Aus ihnen können wir den nötigen Schwung für die ganze Saison mitnehmen.“

Jede Position doppelt besetzt

16 Spielerinnen hat Steltenkamp, die in ihr zweites Jahr als Falke-Trainerin geht, diesmal auf der Karte. Darunter befinden sich drei Torhüterinnen. Dass sich mit Victoria Kösters eine von ihnen bereits wenige Wochen nach Saisonbeginn aus Saerbeck verabschiedet, sei daher zu verschmerzen. „Vera Menebröcker steht zwar auch nicht immer zur Verfügung, weil sie beruflich eingespannt ist“, räumt Steltenkamp ein. Aber im äußersten Notfall kann Schmedding, die vor nicht allzu langer Zeit noch selbst im Falke-Kasten stand, einspringen. Mit Heike Eilers, Eva Lüke und Linda Homa, die alle ihre Laufbahn als Handballerin beenden, haben die Saerbeckerinnen zwar drei Abgänge zu verzeichnen. Dem gegenüber stehen allerdings fünf Neuzugänge. Sonja Frerking, Jessica und Laura Jochmaring, Johanna Dahlmann und Maria Grüter kommen alle aus der zweiten Mannschaft. „Wir haben jetzt jede Position doppelt besetzt“, freut sich Steltenkamp. „Das macht auch das Training viel angenehmer, wir haben viel mehr Möglichkeiten. Und ein bisschen Konkurrenz spornt an.“

Die Stimmung im Team ist gut

Mit der Vorbereitung ging es Ende Juni los. „Wir haben uns zuerst auf Ausdauer, Schnelligkeit und Kräftigung konzentriert, auch in der Halle“, erklärt die Trainerin. In der zweiten Phase feilten die Falke-Frauen dann auch an ihrer Taktik. „Wir haben das Zusammenspiel und die Spielzüge verfeinert.“ Das so dringend erforderliche Selbstvertrauen, von dem am Ende der vergangenen Saison nicht mehr viel zu erkennen war, sei dabei ganz automatisch aufgekommen. „Dass sich die Spielerinnen gut verstehen, macht viel aus“, weiß Steltenkamp. „Die Stimmung ist gut - alleine schon dadurch, dass wir einen größeren Kader haben und deshalb besser trainieren können.“

Auf was sich ihre Mannschaft in der neuen Saison gefasst machen muss, kann die Trainerin nur erahnen. „Ich weiß nicht, wie stark die Liga ist“, sagt sie und verweist auf die jüngste Umstrukturierung. Dadurch bekommen es die Falke-Frauen mit einer bunten Mischung an Mannschaften zu tun, die zuletzt in der Bezirksliga, Kreisklasse oder eben in der Kreisliga am Ball waren. So oder so juckt es den Saerbeckerinnen bereits in den Fingern. Auch Steltenkamp findet: „Es wird Zeit, dass es wieder losgeht.“

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