Bezirksliga: Falke-Damen verlieren auch das zweite Relegationsspiel gegen Borghorst – und steigen ab

Saerbeck - Die Hoffnung, den Klassenerhalt doch noch zu schaffen, hatten sie bis zum Schluss nicht aufgegeben. Doch der kämpferische Einsatz, den die Falke-Handballerinnen am Sonntagabend im Rückspiel der Relegation gegen den TV Borghorst zweifelsohne zeigten, reichte letzten Endes nicht. Mit 16:17 (7:8) gaben die Saerbeckerinnen auch die zweite Begegnung gegen den Tabellenfünften der Kreisliga verloren – und damit ihren Platz in der Bezirksliga ab.

 

Es war ein bekanntes Problem, das den Saerbeckerinnen vor vollen Rängen in der eigenen Halle das Genick brach. Die schwache Torausbeute machte der Mannschaft um Trainerin Linda Steltenkamp vor allem zu Beginn der Partie zu schaffen. Ein vergebener Siebenmeter war nur der Anfang. Es waren mehrere Chancen, zum Teil sogar sehr gute, die ungenutzt blieben. Häufig schien dabei einfach das nötige Selbstbewusstsein zu fehlen. Ihrer zu diesem Zeitpunkt starken Abwehr hatten die Falke-Frauen zu verdanken, dass sich der ambitionierte Gegner nicht gleich auf und davon machte. Nach fast sieben Minuten fiel endlich das erste Tor: Sarah Plogmaker versenkte den Ball von Linksaußen zur 1:0-Führung.

Von da an lieferten sich Saerbeck und Borghorst ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Landete das eine Team einen Treffer, legte das andere nach. Zunächst hatten die Falke-Frauen die Nase vorn. Mit 3:4, das durch einen Tempogegenstoß nach Ballverlust entstand, lagen sie dann erstmals hinten (14.). Beim 4:6 (17.) und 5:7 (21.) trennten die Saerbeckerinnen sogar zwei Tore von ihrem Gegner, was sie aber in einer starken Phase wieder wettmachten. Eva Lüke aus der zweiten Reihe (22.) und Jessica Jochmaring vom Kreis (23.) besorgten den 7:7-Ausgleich. Den Gästen war der gestiegene Druck anzumerken, im Angriff agierten sie nun oft überhastet. Dennoch gelang dem TV-Team noch der Treffer zur knappen Pausenführung (30.).

Nach dem Seitenwechsel hätten die Falke-Frauen den Schalter endgültig umlegen können und müssen. Dem Doppelschlag durch Eva Lüke zum 9:9 (34./35.) folgte jedoch lange Zeit nichts, bis Eva Möllerherm einen schnellen Angriff zum 10:10 verwertete (40.). Es blieb bei einem engen Spiel. Auch als TV-Spielerin Carmen Wilke, nachdem sie Sarah Plogmaker unfair bei einem Tempogegenstoß gestoppt hatte, per roter Karte des Feldes verwiesen wurde (42.). Durch Eva Lüke, die den fälligen Strafwurf verwandelte, gingen die Saerbeckerinnen mit 12:11 endlich wieder in Führung, doch absetzen konnten sie sich nicht. Mit dem 15:14, einem Siebenmeter-Nachwurf durch Eva Lüke (46.), war dann auch erstmal Schluss mit den Falke-Toren. Zwar durften die Fans einen von Victoria Kösters vereitelten Strafwurf (50.) und ein paar weitere gute Abwehraktionen bejubeln, im Angriff herrschte jedoch absolute Ebbe. In der letzten Spielminute verkürzte Eva Möllerherm vom Punkt noch auf 16:17, doch das reichte nicht einmal annähernd. Die Saerbeckerinnen hätten nach der 19:23 (12:12)-Pleite im Hinspiel mit mindestens fünf Toren gewinnen müssen, um sich den Verbleib in der Bezirksliga zu sichern.

Am Ende blieb Steltenkamp nur die Erkenntnis: „Wir sind verdientermaßen abgestiegen.“ Für die Trainerin war dieses letzte Spiel vor der Sommerpause ein Spiegelbild der kompletten Saison: „Wir haben gezeigt, dass wir es können. Es waren aber wieder nur Phasen. Wir konnten die Leistung nicht über 60 Minuten abrufen.“ Das betraf vor allem den Angriff, aber auch die Deckung. „In den entscheidenden Momenten haben wir geschlafen und uns damit das Leben letztlich selbst schwer gemacht.“ An dieser einen Niederlage habe es, so Steltenkamp, aber nicht gelegen. „Wir haben es während der gesamten Saison versäumt, die wichtigen Punkte für den Klassenerhalt zu holen.“

Falke-Frauen: Wickenbrock, Menebröcker, Kösters - Lüke (7/2), Möllerherm (4), Jochmaring (2), Plogmaker (2), Krude (1), Borgert, Hilbert, Bringemeier, Joanning.

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