Frischer Mut trotz Scheiterns: Falke-Damen bieten Spitzenreiter die Stirn

Saerbeck - Der SuS Neuenkirchen hatte es am Samstagabend nicht leicht gegen die Bezirksliga-Handballerinnen des SC Falke. „Wir konnten den Tabellenführer ein bisschen ärgern“, kommentierte Trainerin Linda Steltenkamp die vergleichsweise knappe 21:24 (10:14)-Niederlage ihrer Mannschaft, die sich als Kellerkind wacker gegen das Spitzenteam schlug. Eva Möllerherm (mitte) tankt sich durch.

Eva Möllerherm (mitte) tankt sich durch. Foto: Heidrun Riese

 
 Anfangs war das David-gegen-Goliath-Duell sogar sehr ausgeglichen. Mit 1:3, 3:4, 4:5 und 5:6 blieben die Saerbeckerinnen ihrem Gastgeber dicht auf den Fersen. Mit 6:9 gerieten sie nach rund 15 Minuten erstmals weiter ins Hintertreffen. Und dann kam noch ein herber Rückschlag hinzu: Jessica Nienaber sah, nachdem sie eine SuS-Spielerin beim Tempogegenstoß gefoult hatte, die rote Karte. „Danach haben wir etwas den Faden verloren“, berichtete Steltenkamp. Die ohnehin schon angespannte Personallage machte der Platzverweis der einzigen Kreisläuferin im Falke-Kader nicht besser. „Wir hatten nur noch eine Spielerin auf der Bank“, erklärte die Trainerin. Mit 10:14 ging es in die Halbzeit.

Herber Verlust durch Feldverweis

Um ihren Spielerinnen etwas Luft zu verschaffen, trug sich Steltenkamp während der Pause auf dem Spielberichtsbogen ein und kam schließlich vier Minuten lang zum Einsatz. Tatsächlich gelang den Falke-Frauen nach etwa einer Viertelstunde der 18:18-Ausgleich. „Leider haben wir es verpasst, das entscheidende Tor zu machen“, bedauerte die Trainerin. Sie war überzeugt: „Wäre es uns gelungen, in Führung zu gehen, dann hätte das Spiel durchaus kippen können.“ Aber das tat es nicht. Der Favorit setzte sich wieder ab und die Mannschaft aus der Klimakommune lag mit 18:23 wieder deutlich hinten. Mit einem direkt ausgeführten Freiwurf konnten die Saerbeckerinnen nach Ablauf der Spielzeit noch auf 21:24 verkürzen. „Damit haben wir die zweite Halbzeit knapp gewonnen“, freute sich Steltenkamp.

Steltenkamp lobt Einstellung

Das änderte zwar nichts an der Niederlage gegen den Spitzenreiter, trotzdem war die Trainerin mit der Leistung ihrer Schützlinge vollauf zufrieden. „Kerstin Wickenbrock hat wieder richtig gut gehalten und das Zusammenspiel im Angriff hat wirklich gut geklappt - und alle haben bis zum Schluss gekämpft.“

Falke-Frauen: Wickenbrock, Kösters – Lüke (11/4), Möllerherm (5), Plogmaker (2), Nienaber (1), Krude (1), Joanning (1), Borgert, Hilbert, Steltenkamp.

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