Nur Flügel fehlen: Steuter schwebt über Saerbeck und trifft 36 Mal

Saerbeck - In der vergangenen Saison der Fußball-Kreisliga A Tecklenburg ist nahezu kein Spieltag vergangen, an dem Felix Steuter, der Stürmer des FC Falke Saerbeck, nicht mindestens eine Nachricht produziert hat. Im positiven Sinne, wohlgemerkt. Von Ulrich Schaper
Mehr als ein Fingerzeig –  36 Mal durfte Torjäger Felix Steuter in der abgelaufenen Spielzeit jubeln.

Mehr als ein Fingerzeig –  36 Mal durfte Torjäger Felix Steuter in der abgelaufenen Spielzeit jubeln. Foto: Ulrich Schaper

 
Satte 36 Treffer hat der langjährige Abgesandte für Torangelegenheiten in der abgelaufenen Spielzeit erzielt und sich damit überlegen die Torjägerkanone gesichert. „Natürlich ist das eine schöne Bestätigung.“ 16 Mal hatte er in der Vorsaison ins Schwarze getroffen – trotz studienbedingter Auszeiten – und hatte sich die 20 als Zielmarke gesetzt. „36 sind eine ganz andere Hausnummer.“

Die gegnerischen Abwehrreihen leiden in der Regel nicht lange an diesem Steuter. Sie kriegen ihn in der Regel nur kurz zu sehen. Meist bewegt er sich in einer Art Grauzone zwischen Mittelfeld und Abwehr. Und dann, wenn ihn die Verteidiger aus den Augen verloren haben, sucht er sich die passende Lücke und schlüpft hindurch. Selbst mit Ball ist er meist zu schnell, um noch eingeholt zu werden. Er selber sieht sich nicht als klassischen Stürmer, eher als offensiven Mittelfeldspieler oder als Strippenzieher auf der Zehnerposition. „Unser Trainer weiß das – er lässt uns im Sturm viele Freiheiten.“

Sein Stellenwert für diese Saerbecker Mannschaft ist nicht hoch genug einzuschätzen. Auch wenn er das selbst gerne relativiert. „Wir sind alle offensiv sehr gut unterwegs. Franjo (Wienke; d. Red.) hat uns richtig fit gemacht. Er hat uns alle ans Laufen gebracht, das macht uns im Angriff so gefährlich.“ Aber nicht nur das: Auch Defensiv arbeitet das Team immer öfter vorbildlich. Es gibt einige Hinweise darauf, dass die Falke-Elf die Vorstellung von Trainer Wienke zunehmend cleverer zu verwirklichen weiß.

Von größeren Durststrecken blieb Steuter verschont. Er traf, und traf, und traf. „Man darf sich nie mit dem zufrieden geben, was man erreicht hat. Jedes Spiel geht bei Null los. Ob man getroffen hat oder nicht, man muss immer wieder aufs Neue loslegen.“ Und wenn man sich schon mal eine Torchance erarbeitet hat, dann solle man „besser nicht nachdenken – dann klappt es am besten.“

Der 28-Jährige ist ein Ur-Saerbecker. Hat nie ein anderes Trikot übergestreift; und hat das auch in Zukunft nicht vor. „Fußball ist für mich wirklich reines Hobby. Eine Freizeitbeschäftigung. Mir ist es wichtiger, mich wohlzufühlen und mit Freunden zusammenzuspielen, als eine Liga höher zu kicken.“

Mit dem Statement liefert er gleich die Begründung, warum er in der kommenden Spielzeit wohl weitaus seltener auf dem Rasen zu sehen sein wird: Jobmäßig hat Steuter einiges um die Ohren und konzentriert sich daher mittelfristig auf berufliche Angelegenheiten. „Es gibt dann halt mal Dinge, die gehen vor.“

Unabhängig von ihm glaubt er, dass es schwierig sein wird, den sensationellen zweiten Platz zu wiederholen. „Man muss sehen, wir haben oft nahe am Optimum gespielt. Viele Begegnungen haben wir knapp gewonnen. Die können genauso gut anders ausgehen.“ Viele junge Spieler aber würden bereit stehen und auch taktisch sei noch „einiges aus der Truppe herauszuholen“. Und natürlich, wenn er Zeit hat, dann will auch Steuter wieder für Schlagzeilen sorgen. So viel Spaß muss sein.

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