Falke entzaubert Spitzenreiter

Saerbeck -Der SC Falke Saerbeck hat geschafft, was bislang noch keiner Mannschaft zuvor gelang: Das Team von Trainer Franjo Wienke bezwang den Spitzenreiter vom SV Ibbenbüren mit 4:3 (3:1) Toren. Hoch her ging es in einer Partie mit sieben Toren und vier Platzverweisen.
Da flogen die Fetzen: Die Zuschauer des Spitzenspiels zwischen Falke Saerbeck und dem SV Ibbenbüren sahen packende Zweikämpfe, sieben Tore und vier Platzverweise.

Da flogen die Fetzen: Die Zuschauer des Spitzenspiels zwischen Falke Saerbeck und dem SV Ibbenbüren sahen packende Zweikämpfe, sieben Tore und vier Platzverweise. Foto: Ulrich Schaper

 

Falke-Trainer Franjo Wienke ist wirklich ein sehr ruhiger Mensch. Fast regungslos beobachtet Saerbecks Übungsleiter an der Seitenlinie, was seine Belegschaft auf dem Spielfeld zeigt. Es gibt dann aber doch Momente, wo durchblitzt, was in der Trainerseele Wienkes vorgeht.

Seine Mannschaft führte nach sagenhaften sechs Minuten mit 2:0 gegen den Spitzenreiter aus Ibbenbüren. Da schaute Wienke in Richtung Bande, grinste verschmitzt, und deutete einem herannahenden Zuschauer mit zwei Fingern an: „Seht her – schon 2:0!“.

Blick in die Trainerseele

All denjenigen, die sich etwas Zeit gelassen hatten, beziehungsweise, die den Platzregen, der bei Anpfiff niederprasselte, im Auto abgewartet haben, sei der Irrwitz der ersten zehn Minuten kurz zusammengefasst: Anstoß Ibbenbüren, Balleroberung Steuter, Steilpass auf Lukas Miethe. Tor. Falke eins, Ibbenbüren null. Zwanzig Sekunden waren da gespielt.

Saerbeck hatte den Spitzenreiter, der in dieser Saison noch nicht eine Partie verloren hatte und der die Tabelle der Kreisliga A Tecklenburg mit deutlichem Vorsprung vor Falke anführt, kalt erwischt. Ein Wirkungstreffer keine Frage. Bevor Ibbenbüren das Geschehen verarbeiten konnte, führten die Gastgeber bereits mit 2:0. Dieses Mal war es Benjamin Breiner, der eine Hereingabe von Marius Stallfort verwertete und auf 2:0 erhöhte (6.).

Irrwitzige Anfangsphase

Zu diesem Zeitpunkt gewann Falke fast alle seiner Luft- und Bodenkämpfe und gefiel durch überfallartige Konter. „Wir wussten, dass Ibbenbüren bei Kontern verwundbar sein würde“, sagte Wienke, der sich darüber freute, dass seine Taktik „exzellent umgesetzt“ wurde.

Ibbenbüren begann nun zunehmend, sich auf dem Spielfeld zurechtzufinden und versuchte Falke in die eigene Hälfte zurückzudrücken. Noch ehe sich der Spitzenreiter versah, setzte Falke den nächsten Konter: 3:0 durch Felix Steuter (20.).

Zwar gelang dem ISV durch Sascha Pakularz (21.) noch der 1:3-Anschluss, ansonsten ließ der designierte Aufsteiger aber zahlreiche hochkarätige Einschussmöglichkeiten ungenutzt.

Hochkarätige Chancen ungenutzt

So wie es die Unterhaltungsindustrie wünscht, kamen in Durchgang zwei weitere Tore und auch einige Platzverweise hinzu. Simon Kock verkürzte auf 2:3 (55.), ehe Philip Egbert (Falke/Gelb-Rot) und Janis Schneider (Ibbenbüren/Rot) nach einem Foulspiel (Egbert) und einer Tätlichkeit (Schneider) vom Feld mussten (57.). Gleiches Schicksal ereilte Simon Kock (Ibbenbüren/Rot), der Falkes Jan Ottmann (Gelb-Rot) dafür ohrfeigte, dass er den Ball weggeschlagen hatte (69.).

Vier Platzverweise

Steuter erhöhte kurz darauf mit seinem zweiten Treffer auf 4:2 (78.), ehe auch Ibbenbüren noch einen Torerfolg verbuchen durfte (Hagemann/86.).

Wenig später war Schluss – und Falke gelang, was keinem anderem Team an 21. Spieltagen zuvor gelungen ist: Dem SV Ibbenbüren eine Niederlage beizubringen.

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